KFZ Sachverständiger Freiburg

Freiburg im Breisgau (alemannisch Friburg im Brisgau, Zum Mithören bitte klicken! [ˈfʁiːb̥əɡ̊]; abgekürzt Freiburg i. Br. oder Freiburg i. B.) ist eine kreisfreie Großstadt in Baden-Württemberg. Von 1945 bis zur Gründung des Landes BaWü am 25. April 1952 war Freiburg im Breisgau die Hauptstadt des Landes Baden (Südbaden). Die am südlichsten befindliche Stadt Deutschlands ist Sitz des Regierungspräsidiums Freiburg sowie des Regionalverbands Südlicher Oberrhein und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Sie wird von diesem Landkreis fast absolut umschlossen, dem sie selbst nicht angehört; als statutarstadt darstellt Freiburg einen Stadtkreis.

Augenblicklich hat das am Fluss Dreisam gelegene Freiburg 230.241 Einwohner (Stand 31. Dezember 2018) und nimmt damit auf der Liste der bedeutensten Städte in Baden-Württemberg nach Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim die vierte Position ein. Gemeinsam mit den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen bildet die Stadt die (Wirtschafts-)Region Freiburg mit alles in allem circa 630.000 Bewohnern. Sie befindet sich in der trinationalen Region Oberrhein mit circa sechs Hundertausende Bürgern.

Die Altstadt mit ihren Symbol – insbesondere dem Münster und den Bächle – ist Ziel von jährlich über drei Hundertausende Besuchern. Aus diesem Grund skizziert der Städteführer Deutschland:

„Freiburg ist auch geeignet für Stadtferien, weil die schöne Schwarzwaldlandschaft nicht allein Rahmen ist, sondern in die Stadt hineinreicht.“

Mit der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität zählt Freiburg zu den modernen deutschen Universitätsstädten.

Geografie

360°-Panorama von Freiburg im Breisgau vom Schlossbergturm gesehen. Die Erhebungen im Hintergrund sind Feldberg (1), Schwarzkopf (2), Rehagkopf (3), Bleichendobelkopf (4), Brombergkopf (5), Illenberg (6), Kreuzkopf (7), Schönberg (8), Lorettoberg (9), Tuniberg (10), Kaiserstuhl (11), Uhlberg (12) und Roßkopf (13).

Geografische Lage

Der 48. Latitüde als Mosaikpflaster

Freiburg liegt südwestlich Baden-Württembergs am südöstlichen Rand des Oberrheingrabens sowie weitgehend in der Freiburger Bucht und am europäischen Fuße des Schwarzwaldes. Die nächsten Großstädte sind Mülhausen (frz. Mulhouse) im Elsass, etwa 46 Km An Luftlinie südwestlich, Basel, etwa 51 Km südlich, Straßburg, etwa 66 Kilometer nördlich, Zürich, etwa 85 Kilometer südöstlich, Karlsruhe, etwa 120 Km nördlich sowie Stuttgart, etwa 133 Km nordöstlich von Freiburg. Durch Freiburg fließt die Dreisam.

Die Größe der Stadt in nord-südlicher Richtung beträgt 18,6 Km, in ost-westlicher Kurs 20 Kilometer. Von der Gemarkungsgrenze sind es bis zur Begrenzung nach Frankreich 3 Kilometer, bis zur Begrenzung über die Staat 42 Kilometer. Freiburg weist einen Anstieg von über 1000 Metern auf, von Waltershofen 196 m ü. NN bis zum Schauinsland 1284 m ü. NN.[3]

Der Straßenname „Auf der Zinnen“ lässt denken an die frühere Stadtmauer der Stadt. Etwa 200 Meter nordwärts davon abläuft der 48. nördliche Breitengrad. Die Position ist auf zwei Webseiten der Nord-Süd-Durchgangsstraße, die hier Habsburgerstraße heißt, durch eine Schriftart in Pflastersteinen unterschiedlicher Farbtöne betont, dass die geografische Breite wahrnehmbar ist.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen fast Stadt Freiburg; man kann im Uhrzeigersinn, beginnend nördlich, benannt und liegen alle im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, außer Vörstetten, das zum Landkreis Emmendingen gehört: Vörstetten, Gundelfingen, Glottertal, Stegen, Kirchzarten, Oberried (Breisgau), Münstertal/Schwarzwald, Bollschweil, Horben, Au (Breisgau), Merzhausen, Ebringen, Schallstadt, Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Merdingen, Gottenheim, Umkirch und March.

Topographische Karte Freiburgs mit Schienennetz (veraltet)

Geologie

Freiburg liegt an der Begrenzung unter Schwarzwald und Oberrheingraben. Diese langgestreckte Verwerfung abläuft mittig durch das Ortsteil. Die östlichen Bezirke liegen im Verbindungstal zum Zartener Becken unter den Felsen Roßkopf im Norden und Brombergkopf südlich. Die südlichen Bezirke Kappel und Günterstal befinden schon im Mittelgebirge. Der Schlossberg, ein Ausläufer der Vorbergzone, ragt wie eine Nase direkt ins Innenstadtgebiet. Das Felstrümmer unterhalb des sog. Greifenegg-Schlössles sowie im europäischen Gebiet des Augustinerweges wurde zum Bau der hochmittelalterlichen Stadtbefestigung abgebaut.[4]

Anhand dessen südöstlich liegenden 1284 Meter hohen Schauinsland gehört der Gipfel eines der größten Berge des Schwarzwaldes zum Freiburger Stadtviertel. Mit über 1000 Metern ist Freiburg unter den heimischen Metropolen jene anhand dessen größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets. Die westlichen Stadtteile befinden großteils auf einem Schwemmkegel, der im Verlauf der letzten Eiszeit entstand. Südlich liegt der Schönberg, der zur Vorbergzone zählt, einem Teil des alten Gebirges, und der beim Einbrechen des Oberrheingrabens nur teilweise abgerutscht ist.

Naturschutz

Im Viertel Freiburg bestehen die 7 Naturschutzgebiete.[5] Damit sein 593,1 Hektar des Stadtgebiets unter Naturschutz, das sind 3,85 Prozent.

  1. Arlesheimer See: 22,8 ha; Markung Tiengen
  2. Freiburger Rieselfeld: 257,0 ha; Gemarkungen Mundenhof, Rieselfeld, Opfingen und Waltershofen
  3. Gaisenmoos: 25,5 ha; Gemarchen Tiengen
  4. Honigbuck: 7,5 ha; Bereich Sankt Georgen
  5. Humbrühl-Rohrmatten: 25,8 ha (davon 21,0 ha im Viertel Freiburg); Region Waltershofen
  6. Mühlmatten: 39,0 ha (davon 19,6 ha im Stadtteil Freiburg); Kreis Hochdorf
  7. Schauinsland: 1053,9 ha (davon 239,7 ha im Ortsteil Freiburg); Gemarkungen Günterstal und Kappel

Seit 1997 hat Freiburg eine Baumschutzsatzung. Dennoch kommt es gelegentlich zu diskutierten Fällungen von Bäumen.[6][7]

Klima

Freiburg liegt in einer Zone mit warm- und feucht-gemäßigtem Klima, wobei es große Unterschiede gibt: In der Ebene ist es wärmer und trockener, in Bergzonen eher kühler und klitschnasser. Wegen der mittleren Durchschnittliche Temperatur von 11,4 °C[8] ist Freiburg mit das wärmsten Großstädte In Deutschland. So wurde im Verlauf der Hitzewelle 2003 am 13. August offiziell 40,2 Grad gemessen. Dies war lange die zweithöchste je in Deutschland registrierte Temperatur.[9] Die mittlere Jahresmitteltemperatur hat sich seit der Bezugsperiode 1961–1990 von 9,7 °C auf 11,4 °C erhöht (Bezugsperiode 1981–2010),[10] bei Erfassungszeitraum 1990–2013 sogar auf 11,8 °C.

Freiburg 1990–2015
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
43
6
0
42
7
0
52
12
3
59
17
6
96
21
10
76
25
14
96
26
15
83
26
15
72
21
11
89
16
8
73
10
4
56
7
1
Temperatur in °C, Niederschlag in mm
Quelle: www.weatheronline.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Freiburg 1990–2015
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,5 7,1 12,0 16,9 20,8 24,8 26,0 25,6 21,2 16,2 10,2 6,6 Ø 16,1
Min. Wärme (°C) 0,3 0,2 2,8 5,8 10,3 13,7 15,3 14,8 11,1 7,9 4,2 1,2 Ø 7,3
Temperatur (°C) 3,0 4,1 7,9 11,3 15,8 19,0 20,9 20,9 16,3 12,0 6,7 3,7 Ø 11,8
Niederschlag (mm) 42,9 42,1 51,8 59,4 95,6 76,1 95,5 82,6 72,0 89,0 73,2 56,1 Σ 836,3
Sonnenstunden (h/d) 2,1 3,2 4,8 6,1 6,4 8,0 7,8 7,3 5,9 3,9 2,3 2,0 Ø 5
Regentage (d) 15,8 14,0 14,0 12,4 15,8 12,9 14,8 14,9 11,4 14,8 15,9 16,1 Σ 172,8

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge ist mit 837 mm[11] kaum höher als der langjährige deutschsprachige Durchschnitt[12] von gut 800 mm. Der meiste Niederschlag fällt in Sommermonaten Mai bis Aug mit einem Extremum von 107 mm im Juni. Im Feber fällt der spärlichste Regen mit 50,6 mm.

Freiburg ist Platz des Zentrums für Medizin-Meteorologische Wissenschaft des Deutschen Wetterdienstes. 2018 eröffnete der an seinem Standort in der Stefan-Meier-Str. 4 die 5 von alles in allem zehn in deutschen Onlineversandhäusern geplanten Stadtklimastationen, um Messwerte der dicht bebauten Metropolen unterzubringen, in denen mehr als 70 % der Population lebt und schafft. Verglichen mit der Messstation am Flugplatz Freiburg können hier die Luftwärme bis zu 10 °C höher sein. Damit will man besser auf den Klimawandel reagieren.[13][14]

Eine Spezialität des sommerlichen Stadtklimas ist der nach dem östlich liegenden Höllental genannte „Höllentäler“. Einige Zeit nach Eintritt der Finsternis durchlüftet der Bergwind von den Höhen des Schwarzwalds mit besonderer Alltag Teile der Stadt. Nach Auffassung von Wetterexperten wie Jörg Kachelmann oder Hans von Rudloff ist der Wind nicht kühl, in wievielen Fällen nicht belegbar und oft gefühlt, sondern eher föhnartig warm. Der Fallwind soll deshalb der Stadt ein Großteil Tropennächte in unserer Heimat mit Temperaturen durchgehend über 20 °C bescheren.[15][16]